So fühlt sich Mobilität an

Asus ZenBook UX305-Serie

asus_zenbook_ux305„Aufregend stylisch“ lautet der Werbeslogan auf der Webseite von Asus für die Asus ZenBook UX305-Serie. In diesem Fall ist der Slogan zutreffend – auch wenn es mittlerweile von einigen größeren Herstellern ein besonders flaches und leichtes Notebook gibt. Die konzentrischen Kreise auf dem Aluminiumgehäuse wirken tatsächlich schick. Zudem macht das ZenBook UX305F mit einer Dicke von gerade mal 1,23 cm und einem Gewicht von 1,2 kg auf jedem Tisch eine tolle schlanke Figur.

Wichtiger als das aufregende Aussehen ist jedoch die Funktionalität des Notebooks und die ist fast durchweg gelungen, zumal es robust genug scheint für den schnellen Zugriff im Rucksack. Denn was hilft ein leichtes, flaches Notebook, wenn man es auf Reisen gefühlt in Watte packen muss?
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Technische Daten: Flüssige Betriebsamkeit

Angetrieben wird das Leichtgewicht durch einen Intel Core M-Prozessor Intel 5Y10, 0,8 GHz), der im Grundtakt nur 5 Watt Verlustleistung aufweist. Damit lassen sich alle Office- und Entertainmentwünsche erledigen und für einfache Bildbearbeitungsaufgaben kann der Prozessor auf 2,0 GHz hochtakten. Für noch rechenintensivere Arbeiten wie Videoschnitt oder das Bearbeiten von RAW-Dateien ist der Prozessor nicht mehr geeignet. Bekanntermaßen drosseln die Core M- Prozessoren ihre Geschwindigkeit bei zu hoher Wärmeentwicklung.

Aber in dieser Geräteklasse spielt die Geschwindigkeit ohnehin nicht die wichtigste Rolle. Wichtiger ist, dass das System im normalen Betrieb flüssig läuft und das tut es. Einen Anteil daran haben die integrierte Intel HD 5300 Grafikeinheit, die verbauten 8 GB RAM und die SSD, die je nach Modellkonfiguration in verschiedenen Speichergrößen eingebaut ist.

Display: Viele Stärken, kaum Schwächen

Das matte IPS-Display löst in Full HD auf (optional auch als QHD+ mit 3200×1800 Pixeln). Mit 13,3 Zoll ist es gerade noch klein genug, um es überall hin mitzunehmen und wichtiger noch, überall aufstellen zu können. Ein kleiner Cafétisch, im ICE oder auch auf dem Schoß im Park – es lässt sich überall gut damit arbeiten, auch weil das Notebook im Vergleich zu Convertibles, die ähnlich groß und schwer sind, besser ausbalanciert ist. 13,3 Zoll sind gleichzeitig groß genug, um zumindest Schreibaufgaben komfortabel zu erledigen.

Glücklicherweise ist das Display matt, so dass sich weitgehend unabhängig von Sonne und Sonnenstand damit arbeiten lässt. Die Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln entspricht zwar nicht dem, was technisch machbar ist, im Alltag reicht sie jedoch völlig aus.

Einzig der Öffnungswinkel des Displays ist etwas zu gering, nach gefühlten 115 Grad ist Schluss. Da das Display an sich sehr gut ist, lässt sich mit dem Notebook auch dann gut arbeiten, wenn der Öffnungswinkel nicht ideal ist, komfortbler wäre es jedoch, wenn man das Display weiter aufklappen könnte.

Mobilität: Akkulaufzeit, Handling und Wärmeentwicklung

Die zentralen Merkmale dieser Geräteklasse sind eben nicht Geschwindigkeit und Systemleistung, sondern Gewicht, Laufzeit, Display und Tastatur. Erst Letztere ermöglichen mobiles Arbeiten. Das Display hat schon überzeugt und das Gewicht ist, wie oben angegeben, mit 1,2 Kg wirklich gering. Trotzdem wirkt das ZenBook keineswegs klapprig – ganz im Gegenteil. Es ist bündig verarbeitet und fühlt sich wertig und robust an.

vergleich_asus_zenbook_ux305Gefühlt ist die Akkulaufzeit tatsächlich so lang wie vom Hersteller mit 10 Stunden angegeben, getestet habe ich es nicht. Sie ist jedenfalls so lange, dass ich im Alltag weder das WLAN ausgeschaltet, noch das Display häufig zugeklappt habe, um ein wenig Strom zu sparen. Das Notebook wird benutzt und wenn nicht, dann ist das auch nicht weiter schlimm, weil man es am Abend wieder aufladen kann. Die Akkulaufzeit ist also so komfortabel, dass man kaum einen Gedanken an die nächste Steckdose verschwenden muss.

Einen wichtigen Anteil an der langen Laufzeit hat der sparsame Core M-Prozessor. Er ermöglicht einen kleineren Akku, womit das Gehäuse kompakter ausgeführt werden kann. Hiermit geht auch der sinnvolle Verzicht auf einen Lüfter einher, was nicht nur die Laufzeit weiter verlängert, sondern zusätzlich eine Geräuschquelle einspart. Während früher surrende Festplatten und dann fiepende Lüfter die Lautstärke eines Computers ausmachten, so ist beim UX305 die Tastatur der lauteste Gerätebestandteil und diese ist nicht laut.

Dafür kann das Notebook ganz schön heiß werden, heißer als man es sich auf seinem Schoß wünscht. Nicht ernsthaft heiß, aber heiß genug, um das Bein zu wechseln, wenn man länger auf dem Schoß schreibt. Dann scheint der Prozessor auch manchmal an seine Leistungsgrenzen zu kommen. Dann bauen sich Webseiten langsamer auf oder ein Dokument braucht eine Sekunde länger, um geöffnet zu werden.

Von leise bis komplett lautlos

Von den wichtigsten Merkmalen bleibt noch die Tastatur. Gemeinsam mit dem Display ist es das Bauteil, mit dem wir es am häufigsten zu tun haben. Mit der Tastatur des UX305, die im Island Style ausgeführt ist, lässt sich richtig gut schreiben. Die Tastatur ist allerdings etwas lauter als zum Beispiel die Tastatur des Thinkpad Yoga und der Anschlag ist deutlich härter. Manche werden das sicher mögen, aber der weichere Anschlag des Thinkpad Yoga S1 fühlt sich geschmeidiger an. Aber Geschmeidigkeit ist ein eher nachgeordneter Wert.tastatur_asus_zenbook_ux305

Die fehlende Hintergrundbeleuchtung der Tastatur wird man verschmerzen müssen dabei ist es unverständlich, warum die Hintergrundbeleuchtung bei solch einem runden Stück Technik nicht auch noch integriert wurde. Sicher ist es eine Frage des Preises, aber dennoch bleibt die Frage offen.

Zumindest ein deutliches Manko ist an der Tastatur zu finden. Es ist nicht nachvollziehbar, aus welchem Grund der Ein- und Ausschaltknopf oben rechts auf das Tastatur direkt neben der Entfernen-Taste platziert wurde, hier drängt sich der Vergleich mit einem anderen, bekannten Hersteller geradezu auf. Beim Schreiben wurde das Notebook darum öfters in den Schlaf geschickt, statt Buchstaben zu löschen. Dies ist sicher ein Punkt, mit dem man sich mit der Zeit arrangiert, der zugleich jedoch dem „blinden“ Schreiben eine zeitlang entgegenstehen wird.

Positiv ist, dass man das Gehäuse relativ einfach öffnen kann, um zum Beispiel die Festplatte auszutauschen, wobei der Akku trotzdem so fest verbaut ist, dass man ohne fortgeschrittene Bastelkenntnisse keinen anderen Akku wird einbauen können.

Fazit: sehr guter, mobiler Begleiter

Die wichtigsten Variablen für das mobile Arbeiten, Tastatur, Display, Akkulaufzeit sowie Gewicht und Größe, sind allesamt gelungen. Die kompakte Bauweise und das geringe Gewicht machen in Kombination mit dem matten 13,3 Zoll Display und der lautlosen Hardware einen tollen, mobilen Begleiter aus dem ZenBook UX305F. So fühlt sich digitale Mobilität an.

Datenblatt: Asus ZenBook UX305FA (UX Serie)

  • Prozessor: Intel Core M-5Y10 0.8 GHz
  • Grafikkarte: Intel HD Graphics 5300, Kerntakt: 800 MHz
  • Hauptspeicher: 8192 MB, onboard, Dual Channel
  • Bildschirm: 13.3 Zoll 16:9, 1920×1080 Pixel, IPS, spiegelnd: nein
  • Mainboard: Intel Broadwell-Y PCH-LP (Premium)
  • Massenspeicher: SanDisk SD7SN3Q256G1002, 256 GB, M.2 Modul Full Size
  • Soundkarte: Intel Broadwell PCH-LP – High Definition Audio Controller
  • Anschlüsse: 3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, Audio Anschlüsse, Kopfhörer/Mikrofon Kombi-Klinke 3,5, Card Reader: SD/ SDHC/ SDXC/ MMC
  • Netzwerk: Realtek USB GBE Familiy Controller (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n/ac), Bluetooth 4.0
  • Abmessungen Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 12.3 x 324 x 226
  • Akku: 45 Wh Lithium-Polymer
  • Kamera: Webcam: 1280×720 HD
  • Gewicht: 1.267 kg, Netzteil: 178 g
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2 Kommentare

  1. Hallo,

    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gelandet. Super Artikel. Ich überlege im Moment selbst, ob ich mir ein neues Notebook von Asus zulege. Ich Schwanke zwischen dem Asus ZenBook UX305 und dem Asus ZenBook 3.

    Mal schauen was es sein wird.

    Gruß und guten Rutsch

    1. Hallo Anna,

      habe deinen Beitrag erst heute gesehen. Hast du dich schon entschieden und falls ja, welche sind deine Entscheidungskriterien? Ich finde bei diesen leichten Geräten ja das matte Display besonders wichtig.

      Freundliche Grüße
      Bastian

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