OER Kunst: AIDA Formel – Werbeanalyse

Die AIDA-Formel ist, weil sie so einprägsam und einfach ist, eines der wichtigsten Werbeanalysemittel im Schulunterricht. Wenn man im Netz danach sucht, findet man viele Angebote, aber kaum eines kann direkt im Unterricht eingesetzt werden. Dies habe ich versucht zu ändern (inklusive Lösungsblatt). Die Fotografie des Werbeplakats habe ich selbst gemacht, von daher gibt es zumindest mit dem Fotografen kein Lizenzproblem.

Gerne würde ich mehr OER-Materialien aus den Unterrichtsvorbereitungen und -nachbereitungen erstellen, aber es fehlt – und dies ist eine bildungspolitische Forderung – die Zeit dafür. Es fehlt auch ein wenig eine Anlaufstelle.

Aus diesem Grund sind manche Arbeitsblätter inhaltlich weniger umfassend, didaktisch weniger durchdacht oder ästhetisch weniger ansprechend, als sie es sein könnten. Gleichzeitig kann man sie auch als Work-in-Progress begreifen, denn nicht nur man selber, jeder andere kann mit diesem Material weiter arbeiten und es verbessern.

Anregungen und Kritik nehme ich gerne per Mail oder unten in den Kommentaren entgegen.

Dieser Beitrag steht unter folgender Lizenz: CC-BY

Please follow and like us:

Schlange stehen

Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3, zu sehen vom 24.02.2017 bis 03.09.2017 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Schlange stehen

Das Foto entstand bei der Vernissage zu Adrian Pipers „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3“ am 23. Februar 2017. Die Mischung aus Installation und Performance ist noch bis zum 03.09.2017 im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Zu sehen sind drei riesenhafte, graue Wände, die jeweils den halben Raum durchmessen. An jeder Wand befindet sich ein Tresen, an denen man zu jeweils einem Thema seine Unterschrift und somit seine Zustimmung abgeben kann. „I will always be too expensive to buy“, „I will always mean what I say“ und „I will always do what I say I am going to do“ heißt es da. Das Ziel ist es, dass der Ausstellungsbesucher durch die Zustimmung zu den Sätzen eine Erwartungshaltung sich selbst gegenüber aufbaut und somit die allgemeinen Werte gestärkt werden.

Tatsächlich verliert sich die Verbindlichkeit dieses „Vertrags“ in den Weiten und Leeren der Halle, denn als soziales Wesen ist der Mensch den Anderen ebenso verpflichtet wie er gegen sich selbst verpflichtet sein sollte. Die meisten Menschen wissen, was geboten und was verwerflich ist. Aber erst eine funktionierende Gemeinschaft gibt diesem Wissen einen Sinn und verpflichtet zu entsprechendem Handeln. In der Installation fehlen der Zusammenhalt und diese Gemeinschaft.

Dem vom Adrian Piper intendierten Vertrag mangelt es an Verbindlichkeit. Es ist stark anzunehmen, dass keiner der Unterzeichner diesen – im Rahmen der Kunst geschlossenen – Vertrag in sein reales Leben überträgt.

Please follow and like us:

Sozialismus abgelegt

Es gibt noch Belege des sozialistischen Realismus in der Wuhlheide. Hier sind zwei weitere Fotografien dazu. Die Bilder habe ich ursprünglich als Illustration für den Beitrag „Ein Kunstbuch zur Verführung der Jugend“ zu einem Buch von Wolfgang Hütt aufgenommen. Aber dann fand ich gleich drei Fotos gelungen und so zeige ich diese beiden nun auch.

P7120004


P7120019

Please follow and like us:

Ein Kunstbuch zur Verführung der Jugend

sozialistischer_junge



Hütt, Wolfgang: Was Bilder erzählen. Eine Einführung in die Malerei und Graphik und in die Kunst, Bilder zu betrachten, Der Kinderbuchverlag Berlin

In dem Buch mit dem vollmundigen Titel „Was Bilder erzählen. Eine Einführung in die Malerei und Graphik und in die Kunst, Bilder zu betrachten“ unternimmt Wolfgang Hütt eine kleine Kulturgeschichte am Beispiel der Kunstgeschichte. Das Buch richtet sich an Kinder ab 12 Jahren. Dem Titel wird das Buch nicht gerecht, denn Hütt blickt darin äußerst konsequent – bis ins Groteske hinein – durch die Brille seiner Zeit und seiner Gesellschaftsordnung. „Ein Kunstbuch zur Verführung der Jugend“ weiterlesen

Please follow and like us: