Wenig wilder Sumpf

wenig wilder Sumpf

Oft genug denke ich daran, wie es gewesen sein muss, als die Menschen vor mehr als 2000 Jahren durch das Gebiet gelaufen sind, das wir heute Berlin nennen. Eine solche Pfütze müsste nasse Füße bedeuten. Wie trocknet man diese Füße, über welchen Höhleneingang könnte man seine einfachen Fellschuhe hängen? Was würde man essen, wie sich in der Nacht wärmen?

Die Idee einer rauen Natur ist so lange gut, als man einen windgeschützten Raum hat, in dem man sich mit einem heißen Tee wieder aufwärmen kann.

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Winter is coming … oder wie heißt das nochmal?

Diese vier Aufnahmen habe ich auf dem Weg zur Arbeit gemacht. Die Landschaft ist nicht verschneit, vielmehr mit einer dünnen, weißen Eisschicht überzogen. Durch den wolkenverhangenen Himmel wirkt es, als wolle es so bald nicht wieder warm werden.

Bei dem ersten Bild gefällt mir, dass die Sonne aussieht als wäre sie der Mond und mehr Kraft hatte sie in diesem Moment auch nicht.

Winter is coming

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Alice in den Südstaaten

Der minimal ins Violette gehende Himmel und der durch den Dunst ins Unscharfe verlaufende Hintergrund lassen mich an ein reales Alice im Wunderland denken. Ganz unwirklich und doch ein wenig anheimelnd.

Der Boden mit seiner Vegetation sieht dagegen aus, als würde er direkt den amerikanischen Südstaaten entstammen, zumindest jenen, die sumpfig-trocken sind und zu denen ein Sepia-Ton passt.

Auch Fotografie hat viel mit Fantasie zu tun, zumindest dieses Foto.

Alice in den Südstaaten

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Frühherbst

Diese Fotos entstanden im Frühherbst und sind für mich darum faszinierend, weil die Sonne noch die feuchte Kühle der Nacht herausfordert. Der Tau steigt als eine Art Nebel auf und verdunstet am Vormittag.

Stille Genießerin

Dies scheint auch der Frau am rechten Bildrand aufgefallen zu sein. Sie scheint einen Moment inne zu halten und zu genießen, wie die Sonne über die Wipfel steigt und durch den Nebel sticht. Im Gegenlicht ist sie für den flüchtigen Betrachter genauso durchscheinend wie der sich auflösende Nebel.

Stille Genießerin

Aufsteigender Nebel

Das Bild des aufsteigenden Nebels, der eigentlich wie ein Teppich auf der Wiese zu liegen scheint, ist sowohl ästhetisch als auch von der Stimmung mein Lieblingsbild dieser Reihe.

Wir haben vier vertikale Schichten, die sich aufeinander türmen. Zwei Weißtöne und drei Grüntöne (wenn man zugesteht, dass die Schicht mit dem Nebel auf dem Gras grün und weiß zugleich ist), wobei der unterste Grünton an einigen Stellen gelb glänzt. Ich bilde mir ein, dass dies die Sonne ist.

Nebelige Landschaften sind an sich stimmungsvoll. In diesem Fall geht gleichsam mit der Sonne die Farbigkeit in der Welt auf. Das Grün ist fast noch Schwarz, aber der kommende Farbreichtum ist schon erkennbar.

aufsteigender Nebel

Der Pfad (romantisch?)

Auch in diesem Bild haben wir eine nebelige Landschaft, die an sich schon stimmungsvoll ist. Ich habe dieses Bild ausgewählt, weil ein am Nebel entlang führender Weg ein Klischee ist, ein Gleichnis für den Weg ins Ungewisse oder in die ungewisse Zukunft, die vielleicht auch leuchtend ist – oder so. Ich habe dieses Bild gewählt, weil es zwar ein Klischee ist und es, auch wenn man es als kitschig empfindet, die oben geschilderten Gedanken auslöst. Man kann sich nicht dagegen wehren, vielleicht ist es dies, was wir romantisch nennen.

Der Pfad (romantisch?)

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