Schulden machen!

Buchkritik: Wenn die Geldautomaten kein Geld mehr ausgeben


Lanchester, John: Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt. Die bizarre Geschichte der Finanzen, Klett-Kotta, Stuttgart 2013

Der britische Autor John Lanchester hat viel Sachverstand zum Finanzsystem angehäuft und diesen teilt er in seinem Sachbuch „Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt“ auf ebenso unterhaltsame wie informative Weise. Während viele Einblicke in die vermeintlich komplizierte Finanzwelt erhellend sind, liegt Lanchester in einem entscheidenden Punkt falsch. Und zwar, wenn er das Machen von Schulden als unabdingbare Notwendigkeit propagiert. „Schulden machen!“ weiterlesen

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Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan

Eick, Dennis/ Hartung, Vera: Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation, UVK, Konstanz 2009, 180 Seiten, ISBN 978-3-86764-134-0

Gute Filme müssen nicht viel Geld kosten. Zugleich ist es kein Geheimnis, dass teure Eventmovies mehr Zuschauer anziehen, weil sie eben aufwendig hergestellt sind. Das Ziel ist – wie in jeder ökonomisch geleiteten Handlung – für eine möglichst geringe Investition einen hohen Ertrag zu erhalten. Mit dem Buch „Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation“ tragen der Drehbuchdozent Dennis Eick und die Produzentin Vera Hartung ihren Teil dazu bei. „Was kostet meine Geschichte? Und was muss ich als Autor über Herstellungskosten wissen?“, fragt das Autorenduo in der Einleitung des 180 Seiten starken Buchs. „Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan“ weiterlesen

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Ästhetische Bildung: Geschmack kennt keine Abkürzung

Bergala, Alain: Kino als Kunst. Filmvermittlung in der Schule und anderswo, Schüren Verlag, Marburg 2006, lizenziert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006, 144 Seiten

„Über Geschmack kann man nicht streiten“ lautet ein bekanntes Diktum, das sicherlich schon viele Streitereien entschärft hat, zugleich jedoch ästhetische Objekte der Beliebigkeit ausliefert. Der französische Autor und Regisseur Alain Bergala will in seinem Buch „Kino als Kunst. Filmvermittlung in der Schule und anderswo“ ästhetischen Geschmack bilden, damit man eben doch darüber streiten kann. Auf 144 Seiten sind seine Erfahrungen als Berater des französischen Bildungsministers zusammengefasst. „Ästhetische Bildung: Geschmack kennt keine Abkürzung“ weiterlesen

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Von Sportplätzen mit Seele

Buchrezension zu Christoph Schröder: Ich pfeiffe!, Tropen, Stuttgart 2015

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Früher war auch nicht alles besser, aber manches eben schon. Dies macht Christoph Schröder in seinem Buch „Ich pfeiffe!“ am Beispiel des Lieblingssports der Deutschen, Fußball, deutlich. Christoph Schröder ist im Hauptberuf Literaturkritiker und als Hobby gibt er seit seinem 14. Lebensjahr den Schiedsrichter. In dem Buch geht es nur am Rand um die Kernaufgabe des Schiedsrichters, nämlich die Einhaltung und Durchsetzung der Regeln. Hauptsächlich geht es darum, was Christoph Schröder in seiner Rolle als Schiedsrichter erlebt und welche Lehren er daraus gezogen hat. Und nicht zuletzt ist das Buch eine Reflexion über die Veränderungen in unserer Gesellschaft in den letzten 20 Jahren – am Beispiel Fußball. „Von Sportplätzen mit Seele“ weiterlesen

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33 Selbstverständlichkeiten

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Schlumberger, Andreas/ Fellehner, Christopher: 33 einfache Dinge, die du tun kannst, um die Welt zu retten, Westend Verlag, Frankfurt am Main 2005

Es ist eine lohnenswerte Aufgabe, ein Kinderbuch darüber zu schreiben, wie die Umwelt durch einfache Verhaltensänderungen im Alltag geschützt werden kann. Wenn zudem ein Verständnis für die Notwendigkeit des schonenden Umgangs mit der Natur vermittelt wird, dann könnten Greenpeace oder die Heinrich-Böll-Stiftung ein solches Buch herausgeben. Es muss nur gelingen. „33 Selbstverständlichkeiten“ weiterlesen

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