Und morgen: harte Veränderungen

Laughlin, Robert B.: Der Letzte macht das Licht aus. Die Zukunft der Energie, Piper, München 2012

Noch immer werden nicht genügend Schritte unternommen, um die Folgen des Klimawandels zu mildern. Jeder weiß das, aber kaum jemand tut etwas dagegen. Wenn es nach dem amerikanischen Nobelpreisträger für Physik, Robert B. Laughlin, ginge, dann ist der Klimawandel ohnehin nicht so wichtig, zumindest nicht im Vergleich mit der Energiewende. Diese sagt er in dem Buch „Der Letzte macht das Licht aus“ vorher. „Und morgen: harte Veränderungen“ weiterlesen

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Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan

Eick, Dennis/ Hartung, Vera: Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation, UVK, Konstanz 2009, 180 Seiten, ISBN 978-3-86764-134-0

Gute Filme müssen nicht viel Geld kosten. Zugleich ist es kein Geheimnis, dass teure Eventmovies mehr Zuschauer anziehen, weil sie eben aufwendig hergestellt sind. Das Ziel ist – wie in jeder ökonomisch geleiteten Handlung – für eine möglichst geringe Investition einen hohen Ertrag zu erhalten. Mit dem Buch „Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation“ tragen der Drehbuchdozent Dennis Eick und die Produzentin Vera Hartung ihren Teil dazu bei. „Was kostet meine Geschichte? Und was muss ich als Autor über Herstellungskosten wissen?“, fragt das Autorenduo in der Einleitung des 180 Seiten starken Buchs. „Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan“ weiterlesen

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Nichts als Gespenster

Khan, Sarah: Die Gespenster von Berlin. Unheimliche Geschichten, suhrkamp nova, Frankfurt am Main 2009, 190 Seiten

Berlin ist en vogue. Seit dem Mauerfall. Erst recht innerhalb der letzten zehn Jahre. Angeblich warten alle auf die literarische Beschreibung des Berlin-Gefühls. Vielleicht hat Sarah Khan mit ihren unheimlichen Geschichten „Die Gespenster von Berlin“ einen Versuch gewagt.

Der Kurzgeschichten-Roman ist im zeitgenössischen Berlin situiert. Darin sucht eine schamlose Geisterjägerin als Ich-Erzählerin Orte und Menschen auf, die mit Geistern Erfahrung haben. Seien es das Künstlerhaus Bethanien in Kreuzberg, ein Haus in der Invalidenstraße oder ein Ort etwa 50 Kilometer vor Berlin. Das Buch spielt mit dokumentarisch zu nennenden Realitätsversatzstücken. Eingestreut werden neben konkreten Orts- und Personennamen, oft von international bekannten Künstlern, andere faktisch nachvollziehbare Begebenheiten. Außerdem fallen die Autorin des Buchs und ihre Ich-Erzählerin auf grotesk deutliche Weise in eins.

Meist passiert bei der Suche nach den Gespenstern: nichts. Keine Gespenster, nur Spuren davon. Wenn Gespenster dann doch vorgeblich auftreten, handelt es sich meist um Hörensagen und die Gespenster verhalten sich auf recht altbackene Weise: „Ein kalter Hauch wanderte regelmäßig durch die Zimmer und gab den beiden das Gefühl, beobachtet zu werden. Der kalte Hauch hatte nichts mit dem Lüften, den Türen oder Fenstern zu tun. Man spürte ihn auch in geschlossenen Räumen, wo er den Wäscheständer zum Wackeln brachte.“

Der Leser wird dabei verwirrt durch die schamlose Selbstverständlichkeit, mit der die Protagonistin ihrer irrationalen Suche nachgeht. Dieser Eindruck wird genährt durch Passagen von großer alltäglicher Banalität. Wenn die Ich-Erzählerin nicht weiter kommt, flucht sie oder sucht Wikipedia auf. Ganz normal, will die Autorin glauben machen.

Sofern es sich bei den Gespenstern in Berlin – es wird im Buch spärlich angedeutet – um Nach- und Neudichtung Berliner und Deutscher Geschichte handelt, die Gespenster also Schatten des Vergangenen auf die Gegenwart werfen, bleibt die Verbindung der in der Vergangenheit liegenden Geschehnisse und ihre Relevanz für die Gegenwart zu dünn.

Schließlich wird die Lektüre durch das Gefühl angefeuert, dass es sich bei dem Buch um ein durchtriebenes Stück berechnend komponierter Literatur handelt. Allerdings löst sich dieses Gefühl nicht ein. Vielmehr zeugt das Buch von einem deutlichen Erzählwillen, der allerdings nicht durch eine passende Erzählrichtung ergänzt wird. Welches Projekt bzw. welche Schreibintention tatsächlich mit dem Buch angestrebt wurde – sie hätte deutlicher ausfallen müssen. So wirkt es, als erzähle die Autorin aus dem Nichts, aus der reinen Lust am Erzählen. Aber letztlich sind Gespenster das auch: nichts.

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Filme sehen kann man lernen

Schröter, Erhart: Filme im Unterricht. Auswählen, analysieren, diskutieren, Beltz Verlag, Weinheim und Basel 2009

„Medienkompetenz zählt zu den zentralen Aufgaben einer umfassenden Persönlichkeitsbildung“, schreibt der Medienpädagoge Erhart Schröter in seinem Buch „Filme im Unterricht“. In Zeiten von Smartphone, Internet, sozialen Netzwerken und vielen weiteren Medienspielarten wird dies kaum jemand bestreiten. „Filme sehen kann man lernen“ weiterlesen

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Ästhetische Bildung: Geschmack kennt keine Abkürzung

Bergala, Alain: Kino als Kunst. Filmvermittlung in der Schule und anderswo, Schüren Verlag, Marburg 2006, lizenziert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006, 144 Seiten

„Über Geschmack kann man nicht streiten“ lautet ein bekanntes Diktum, das sicherlich schon viele Streitereien entschärft hat, zugleich jedoch ästhetische Objekte der Beliebigkeit ausliefert. Der französische Autor und Regisseur Alain Bergala will in seinem Buch „Kino als Kunst. Filmvermittlung in der Schule und anderswo“ ästhetischen Geschmack bilden, damit man eben doch darüber streiten kann. Auf 144 Seiten sind seine Erfahrungen als Berater des französischen Bildungsministers zusammengefasst. „Ästhetische Bildung: Geschmack kennt keine Abkürzung“ weiterlesen

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