Die animalische Seite der Sexualität

Walerian Borowczyk: La Bete – Die Bestie (Reihe: Bildstörung)

Die Handlung des französischen Films aus dem Jahr 1975 ist eine lange und ziemlich dürftige Entschuldigung dafür, etwas zu zeigen, was eigentlich nicht gezeigt werden dürfte: erigierte Pferdepenisse, zuckende Vaginas von Stuten, Pferdesperma und eine Frau, die mit einem Wolf-Affen-ähnlichem Wesen verkehrt, dessen „Bestien-Penis“ ziemlich viel Sperma ausstößt.

Viel mehr als tabuiersierte Bilder zu zeigen, macht der Film „La Bete – Die Bestie“ nicht, denn sowohl Handlung als auch Inszenierung sind dürftig. „Die animalische Seite der Sexualität“ weiterlesen

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Gewalt ist die Sprache der Waffen

Adam Bhala Lough: Weapons – Wenn Waffen sprechen

Der amerikanische Film „Weapons – Wenn Waffen sprechen“ versucht sich an einer flotten, episodischen Erzählweise und erinnert darin, sicher nicht grundlos, an „Pulp Fiction“. Die Lässigkeit des Films von Quentin Tarantino erreicht er nicht im Ansatz.

Der Film beginnt damit, dass ein schwarzer Teenager beim Hamburgeressen von hinten erschossen wird. Durch den Schuss explodiert der Kopf und Teile davon fliegen in Richtung Kamera und bleiben daran kleben. Visuelle Statements wie dieses setzt der Film immer wieder. „Gewalt ist die Sprache der Waffen“ weiterlesen

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Grausamkeit und Langeweile im Australien des 19. Jahrhunderts

Jonathan auf der Heide: Van Diemen’s Land (Störkanal-Reihe)

Der Film „Van Diemen’s“ Land handelt von einer Gruppe Gefangener, die 1822 aus ihrem Gefangenenlager in Australien ausbrechen und denen auf der Flucht die Vorräte und Kräfte ausgehen. In den dichten Wäldern Tasmaniens (wie die Hülle verrät) leben keine Tiere, wachsen keine essbaren Pflanzen und scheinbar sind nicht einmal Insekten vorhanden. Eine Art wuchernder Wald, lebendig wie der Mond.

In der Folge dezimiert sich die Gruppe durch Kannibalismus, bis am Ende nur noch einer übrig bleibt, der schlussendlich wieder im Gefangenenlager landet (wie dies geschieht, wird nicht mehr gezeigt). „Grausamkeit und Langeweile im Australien des 19. Jahrhunderts“ weiterlesen

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Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan

Eick, Dennis/ Hartung, Vera: Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation, UVK, Konstanz 2009, 180 Seiten, ISBN 978-3-86764-134-0

Gute Filme müssen nicht viel Geld kosten. Zugleich ist es kein Geheimnis, dass teure Eventmovies mehr Zuschauer anziehen, weil sie eben aufwendig hergestellt sind. Das Ziel ist – wie in jeder ökonomisch geleiteten Handlung – für eine möglichst geringe Investition einen hohen Ertrag zu erhalten. Mit dem Buch „Was kostet mein Drehbuch? Das Script als Basis für die Filmkalkulation“ tragen der Drehbuchdozent Dennis Eick und die Produzentin Vera Hartung ihren Teil dazu bei. „Was kostet meine Geschichte? Und was muss ich als Autor über Herstellungskosten wissen?“, fragt das Autorenduo in der Einleitung des 180 Seiten starken Buchs. „Geld sparen vom Drehbuch zum Drehplan“ weiterlesen

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Zwei Freunde, zwei Feinde

Peckinpah, Sam: Pat Garrett jagt Billy the Kid

„Ein Mann, der nicht fliehen will, wird verfolgt von einem anderen Mann, der ihn nicht fangen will.“ So soll der Produzent Gordon Carroll die Handlung des Westerns zusammengefasst haben. Die Geschichte von „Pat Garrett jagt Billy the Kid“ ist sehr einfach, sogar so einfach, dass der Titel des Films fast mehr erzählt als der Film selber. Dennoch ist der Western von 1973 sehenswert. Dies liegt an der Inszenierung durch Sam Peckinpah und dem Spiel der beiden Hauptdarsteller James Coburn und Kris Kristofferson. „Zwei Freunde, zwei Feinde“ weiterlesen

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