31. Mai 2020

Das Feld des Durchschnittsbürgers

ARTE-Dokumentation: Anders essen – Das Experiment

ARTE-Dokumentation: Anders essen – Das Experiment

Auf der Webpräsenz von ARTE, wo man die Dokumentation praktischerweise gleich schauen kann, steht geschrieben: „Unsere Art zu essen belastet das Klima. Lässt sich daran etwas ändern? Wie groß ist die CO2-Last tatsächlich und wie viel Land wird benötigt, um unser Essen anzubauen? Drei Familien wagen den Selbstversuch. Sie beginnen regional einzukaufen und entdecken das Kochen neu. Das Ergebnis überrascht.“

Anders als ARTE behauptet, überrascht das Ergebnis überrascht überhaupt nicht. Zumindest überrascht es nicht, wenn man sich in den letzten Jahren ein wenig mit Ernährung … beschäftigt hat.
Heutzutage ist die Informationslage so, dass man über die folgenden Fakten nicht mehr guten Gewissens sagen kann, ich habe es nicht gewusst: der durchschnittliche Bürger dieser Erde verbraucht doppelt so viel, wie ihm eigentlich zusteht (in den westlichen, stark industrialisierten Ländern ist diese Zahl noch deutlich höher); die Herstellung der Lebensmittel – allen voran die Nutzzierhaltung für Fleisch und andere tierische Produkte – verursacht so viel Treibhausgase wie der Autoverkehr; für unseren Fleischverzehr werden die Urwälder auf der Welt abgeholzt, denn das dort dann angebaute Soja wird an die Tiere verfüttert.

Überraschend ist, wie anschaulich „Anders essen“ diese Fakten am Beispiel von drei Familien gezeigt wird, die bei dem Versuch begleitet werden, die Größe ihres individuellen Feldes zu verkleinern. Viel überraschender noch ist, dass die Dokumentation ohne erhobenen Zeigefinger auskommt.

Diese Dokumentation ist eine echte Empfehlung und vielleicht findet ja jemand doch noch den einen oder anderen erhobenen Zeigefinger in dieser Dokumentation.

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