Viva la Stadion zum Aktionstag Elektromobilität

Heute habe ich bei Union Berlin den „Aktionstag Elektromobilität“ besucht, weil mir diese Zukunftstechnologie am Herzen liegt und Union auch. Neben Autos, Ladesäulen und Rollstühlen gab es auch eine Stadionführung.

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Das Stadion, liebevoll Alte Försterei genannt, ist im Maßstab der professionellen Vermarktung von Fußball ein ganz besonderer Ort. Denn „der 1. FC Union Berlin hat sein Heimstadion, die Alte Försterei, unter maßgeblicher Hilfe seiner Fans ausgebaut. Rund 2000 freiwillige Helfer haben knapp 140.000 freiwillige Arbeitsstunden in ihr Stadion investiert, um sich ihr Wohnzimmer herzurichten.“ Dies habe ich in meiner Filmbesprechung „Das Sommermärchen der Eisernen“ zu der Dokumentation „Eisern vereint. Die Stadionbauer von der Alten Försterei“ geschrieben. Stadion und Doku sind beide Zeit wert. „Viva la Stadion zum Aktionstag Elektromobilität“ weiterlesen

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Fake News statt Qualitätsjournalismus: Von wegen Teufelsdreieck!

Ein neues Beispiel von schlechtem Journalismus ist mir zuletzt in dem Artikel Von wegen Teufelsdreieck! im Online-Angebot der Süddeutschen Zeitung begegnet. Der Teaser des Artikels sagt, „seit fast hundert Jahren wird gerätselt, wieso Schiffe und Flugzeuge im Bermudadreieck verschwinden“ und legt somit nahe, dass die Antwort im Artikel gegeben werden wird, zumal der Teaser weiter festhält, „die Erklärungsversuche sind teilweise bizarr.“ Da ein Teaser anlocken soll, geht der Artikel gut los.

Die Erwartungshaltung ist, dass der Artikel ein neues Erklärungsmodell präsentiert und das Rätsel des Bermudadreiecks erhellt. „Fake News statt Qualitätsjournalismus: Von wegen Teufelsdreieck!“ weiterlesen

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Ganz einfach Kinder bekommen

Per Holm Knudsen: Wie Vater und Mutter ein Kind bekommen

„Mutter und Vater müssen einander helfen, wenn sie ein Kind haben wollen.“ mit dieser kleinen Wahrheit beginnt das Kinderbuch „Wie Vater und Mutter ein Kind bekommen“ des Dänen Per Holm Knudsen und es erzählt mit großen Bildern und wenig Text genau davon, was der Titel sagt. Was müssen Mama und Papa tun, damit es Geschwisterchen gibt? „Ganz einfach Kinder bekommen“ weiterlesen

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Schlange stehen

Adrian Piper. The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3, zu sehen vom 24.02.2017 bis 03.09.2017 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Schlange stehen

Das Foto entstand bei der Vernissage zu Adrian Pipers „The Probable Trust Registry: The Rules of the Game #1-3“ am 23. Februar 2017. Die Mischung aus Installation und Performance ist noch bis zum 03.09.2017 im Hamburger Bahnhof zu sehen.

Zu sehen sind drei riesenhafte, graue Wände, die jeweils den halben Raum durchmessen. An jeder Wand befindet sich ein Tresen, an denen man zu jeweils einem Thema seine Unterschrift und somit seine Zustimmung abgeben kann. „I will always be too expensive to buy“, „I will always mean what I say“ und „I will always do what I say I am going to do“ heißt es da. Das Ziel ist es, dass der Ausstellungsbesucher durch die Zustimmung zu den Sätzen eine Erwartungshaltung sich selbst gegenüber aufbaut und somit die allgemeinen Werte gestärkt werden.

Tatsächlich verliert sich die Verbindlichkeit dieses „Vertrags“ in den Weiten und Leeren der Halle, denn als soziales Wesen ist der Mensch den Anderen ebenso verpflichtet wie er gegen sich selbst verpflichtet sein sollte. Die meisten Menschen wissen, was geboten und was verwerflich ist. Aber erst eine funktionierende Gemeinschaft gibt diesem Wissen einen Sinn und verpflichtet zu entsprechendem Handeln. In der Installation fehlen der Zusammenhalt und diese Gemeinschaft.

Dem vom Adrian Piper intendierten Vertrag mangelt es an Verbindlichkeit. Es ist stark anzunehmen, dass keiner der Unterzeichner diesen – im Rahmen der Kunst geschlossenen – Vertrag in sein reales Leben überträgt.

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Es ward Licht in Mittelerde

„Das Silmarilion“ als Schöpfungsgeschichte von J.R.R. Tolkiens Mittelerde

An das Buch „Das Silmarillion“ vom Herr-der-Ringe-Autor J.R.R. Tolkien hatte ich immer schon gespaltene Erwartungen, gilt es doch als unvollständiges Hintergrundkompendium. Ich habe also Bruchstücke erwartet, die einiges zusätzliches Licht auf das große Abenteuer von Bilbo, Aragorn, Legolas, Gandalf und all den Anderen wirft.

Mitnichten.

Tatsächlich besteht das Buch aus nur 5 Fragmenten, wobei sich jedes Fragment flüssig und zusammenhängend liest. Die erste Erwartung wird also widerlegt. In „Das Silmarillion“ steht wenig über den Hintergrund von „Der Herr der Ringe“, womit auch die zweite Erwartung ins Leere läuft. Das Buch erzählt von Zeiten, die so lange vor dem berühmten Abenteuer liegen, dass es keine direkte Verbindung mehr gibt. Einzig die Geschichte des einen Rings wird etwas beleuchtet, aber diese Erzählung ist kaum länger als der entsprechende Eintrag bei Wikipedia. „Es ward Licht in Mittelerde“ weiterlesen

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