Dementor

Früher Morgen, graue Bewölkung, die Farbe ist wie aus der Welt gesaugt. Wasser, Bäume und Himmel konkurrieren um den traurigsten Ausdruck und doch kann man erahnen, dass es aufklaren wird und die Farben zurückkehren werden.

Dementor

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Grömitz, Vorsaison

Mitte März ist im beliebten Ostseebad Grömitz noch wenig los, verständlicherweise. Da weht mehr „steife Brise“, als es vielen angenehm ist. Strand, Meer und Himmel wollen sich nicht voneinander trennen und lagern in verschiedenen Graubrauntönen übereinander.

Die See liegt ruhig, während am Strand die Urlaubssaison vorbereitet wird. Die Arbeit ist mühsam, da kein Sonnenstrahl den Außeneinsatz versüßt und erst die Urlaubsgäste werden den Einsatz lohnen. Die Strandpromenade ist fast so kahl wie der Himmel darüber. Sie sieht verlassener aus, als sie ist, weil die ersten Urlauber die Ostsee lieber aus sicherer Distanz durch das Fenster betrachten.

Ostseebad Grömitz (Mitte März), 5/5 „Grömitz, Vorsaison“ weiterlesen

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So schön, Schöneweide

Man sagt, Schöneweide sei der nächste Boombezirk. Hinsichtlich der Randlage im Vergleich zu allen bisherigen Boombezirken würde es mich wundern. Hinsichtlich der schönen Ecken, die es dort zu entdecken und genießen gibt, nicht.

So schön, Schöneweide

Mit ein wenig Sonne wirkt die Luft so leicht. Anders als im Sommer mangelt es hier noch an Rottönen. Dafür wirkt die Luft klarer, als würde sie kaum etwas wiegen.

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Eine Spur hinterlassend

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„Ich liebe es, wie diese Lastschiffe langsam aber beständig vorwärts kommen und dabei ihre Spur hinterlassen – die schon bald nicht mehr zu sehen ist.“ Martin sagt es, als meine er das Schiff, welches eben noch unter ihnen durch gefahren ist. Wenn der Matrose, der an der Spitze des Schiffs ein Tau verstaut hat, zur richtigen Zeit nach oben gesehen hat, dann müsste er die Sohle von Martins Sneakern gesehen haben. Susis Füße sind nackt.

Susi hat Martin verstanden.

Martin liebt es, dass Susi mit nackten Füßen neben ihm sitzt, obwohl es noch die ersten, kühlen Sonnenstrahlen nach dem Winter sind.

Susi mag es, dass Martin versucht, Zusammenhänge herzustellen und sie mag es, dass er das für sie macht. Spuren, die schon sehr bald nicht mehr zu sehen sein werden.

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Wenig wilder Sumpf

wenig wilder Sumpf

Oft genug denke ich daran, wie es gewesen sein muss, als die Menschen vor mehr als 2000 Jahren durch das Gebiet gelaufen sind, das wir heute Berlin nennen. Eine solche Pfütze müsste nasse Füße bedeuten. Wie trocknet man diese Füße, über welchen Höhleneingang könnte man seine einfachen Fellschuhe hängen? Was würde man essen, wie sich in der Nacht wärmen?

Die Idee einer rauen Natur ist so lange gut, als man einen windgeschützten Raum hat, in dem man sich mit einem heißen Tee wieder aufwärmen kann.

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