Es ward Licht in Mittelerde

„Das Silmarilion“ als Schöpfungsgeschichte von J.R.R. Tolkiens Mittelerde

An das Buch „Das Silmarillion“ vom Herr-der-Ringe-Autor J.R.R. Tolkien hatte ich immer schon gespaltene Erwartungen, gilt es doch als unvollständiges Hintergrundkompendium. Ich habe also Bruchstücke erwartet, die einiges zusätzliches Licht auf das große Abenteuer von Bilbo, Aragorn, Legolas, Gandalf und all den Anderen wirft.

Mitnichten.

Tatsächlich besteht das Buch aus nur 5 Fragmenten, wobei sich jedes Fragment flüssig und zusammenhängend liest. Die erste Erwartung wird also widerlegt. In „Das Silmarillion“ steht wenig über den Hintergrund von „Der Herr der Ringe“, womit auch die zweite Erwartung ins Leere läuft. Das Buch erzählt von Zeiten, die so lange vor dem berühmten Abenteuer liegen, dass es keine direkte Verbindung mehr gibt. Einzig die Geschichte des einen Rings wird etwas beleuchtet, aber diese Erzählung ist kaum länger als der entsprechende Eintrag bei Wikipedia. „Es ward Licht in Mittelerde“ weiterlesen

Oh Olympus, du E-M10

Vielleicht gehe ich doch noch in die Produkt- und Werbefotografie. Die Olympus OM-D E-M10 mit dem MZuiko Digital-Kit-Objektiv ist, umrahmt von den Wollpulliarmen, so wohlig eingekuschelt wie ein kleines Baby. Diesen Anblick wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Für mich drückt das Bild aus, wie wichtig die Kamera für die Besitzerin ist. Immerhin ist sie eine Möglichkeit, sich selbst auszudrücken und etwas Schönes zu schaffen.

olympus

Schulden machen!

Buchkritik: Wenn die Geldautomaten kein Geld mehr ausgeben


Lanchester, John: Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt. Die bizarre Geschichte der Finanzen, Klett-Kotta, Stuttgart 2013

Der britische Autor John Lanchester hat viel Sachverstand zum Finanzsystem angehäuft und diesen teilt er in seinem Sachbuch „Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt“ auf ebenso unterhaltsame wie informative Weise. Während viele Einblicke in die vermeintlich komplizierte Finanzwelt erhellend sind, liegt Lanchester in einem entscheidenden Punkt falsch. Und zwar, wenn er das Machen von Schulden als unabdingbare Notwendigkeit propagiert. „Schulden machen!“ weiterlesen

Wenig wilder Sumpf

wenig wilder Sumpf

Oft genug denke ich daran, wie es gewesen sein muss, als die Menschen vor mehr als 2000 Jahren durch das Gebiet gelaufen sind, das wir heute Berlin nennen. Eine solche Pfütze müsste nasse Füße bedeuten. Wie trocknet man diese Füße, über welchen Höhleneingang könnte man seine einfachen Fellschuhe hängen? Was würde man essen, wie sich in der Nacht wärmen?

Die Idee einer rauen Natur ist so lange gut, als man einen windgeschützten Raum hat, in dem man sich mit einem heißen Tee wieder aufwärmen kann.

Kreuzweg

Kreuzweg

Der Hügel neigt sich in Richtung des Tals. Um Nichts in der Welt könnte ich ihn davon abhalten, für mich ist seine Richtung festgeschrieben. Der kleine Baum im Hintergrund, der, wenn man vor ihm steht, übermannshoch ist, scheint den Hügel hinauf klettern zu wollen. So wie auch Menschen solche Hügel hinauf gestiegen sind, als sie noch keine Autos benutzten.

Der Baum sieht ganz schön tapfer aus, wie er sich nach vorne neigt, Richtung Gipfel.